Woauchimmer. – Das Jahr 2012! Wie war es? Eigentlich gar nicht so schlecht. Ein weiteres auf meinem Weg. Begonnen hatte es in Leipzig. Damals wohnte ich ja eine Zeitlang in der WG in der Riemannstraße. Eine spannende Zeit mit viel Zeit für mich. Lustig vor allem das parallele Wohnen in Aachen und Leipzig mit den vielen Zugfahrten.
Damals hatte ich wieder angefangen zu schreiben. Und das habe ich dieses Jahr echt fortgesetzt. Ganz schön was zusammen gekommen auf meinem Blog. Gut, dass ich daraus in diesem Jahr ein Buch gemacht hab. Und weitere Ideen hab ich auch schon! Stehen alle in meinem Kreativjournal…
Und die Reisen? Die sind mir noch lange nicht zu viel. Im ersten Halbjahr hab ich die Bahncard 100 noch so richtig genutzt. Aber das Tollste ist: Ich reise immer noch – auch nach Ablauf der Bahncard 100. Ein bisschen weniger zwar, aber einmal im Monat mach’ ich langes Wochenende und fahr’ durch die Welt – nun halt mit der Bahncard 50 – die Zugfahrten sind meine Lesezeit! Irgendwie erlebt man doch immer etwas Neues und manchmal kommt man in der Fremde auch zu Hause an.
Und was ist mit Theater? Hab’ ich endlich wieder gemacht. Die Arbeit mit den Stolbergern ist gut gediehen. Das Regiebuch, das ich damals in Leipzig gekauft habe, hat nun einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek. Und die Idee, in Leipzig zu inszenieren, war einfach verrückt. Das bin ich ja gerne. Wer weiß, was als nächstes kommt. Ich bin gespannt.
Apropos Bibliothek: Die habe ich endlich – wie in Siegen 2011 mit Steff besprochen – ausgemistet. Den ganzen geerbten Kram, den ich ohnehin nie lesen werde, verkauft, verschenkt, vernichtet. Überhaupt komme ich mittlerweile mit viel weniger Plunder aus: Der Keller ist leer, und den Fernseher vermisse ich überhaupt nicht mehr. Selbst bei der jetzt schon legendären EM im Sommer, als unsere Jungs so fabulös gegen Holland Europameister wurden, hat er mir nicht gefehlt. Es gibt ja Public Viewing, Freunde, Kneipen und den Livestream! Und Zappen war ja nicht wirklich eine guttuende Freizeitbeschäftigung.
Aber auch sonst habe ich meine Wohnsituation für mich deutlich verbessert. Nicht soviel konventioneller Schnickschnack, mehr Literaturwerkstatt – mit ausgewählten Büchern, die mich inspirieren, DVDs mit guten Filmen (meine neu entdeckte Leidenschaft – ich sag’ nur “Im Winter ein Jahr”…) und Bergen von Notizen. Mann, da hat sich ja einiges angesammelt. Nun mag ich auch wieder mein Viertel, in dem ich wohne. Freunde und Familie habe ich zwar seltener als früher gesehen – ich muss mich ja von Zeit zu Zeit ins stille Kämmerlein zurückziehen -, dafür waren die Treffen umso intensiver oder auch interessanter, z. B. die vielen gemeinsamen Kino-, Theater- oder Konzertbesuche
In der Agentur – ich arbeite ja jetzt wieder Vollzeit – läuft’s rund. Jeder kann sich noch mehr als früher auf seine Stärken konzentrieren – ich z. B. auf das Networking und die Strategieentwicklung – und hat damit mehr Platz im Kopf. Das kommt der Agentur zugute – und dem Privatleben. Es klappt also auch deshalb besser, meine Vielfalt zu leben.
Daher war’s auch seelisch ein wieder stabileres Jahr. Klar, manches war schwierig, aber: Es geht mir gut, weil ich weiß, dass es mir nicht gut gehen muss! Ich ernähre mich gesünder (okay, da ist noch weiterer Optimierungsbedarf); nur Sport mach’ ich immer noch nicht. Hab’ ich aber auch echt keine Lust drauf! Wichtiger ist, dass ich weiß, dass ich jederzeit frei bin. Dass ich mich weiter gelöst habe von vermeintlichen Hemmnissen, von den vielen falschen Gründen, Dinge, die ich tun will, dann doch besser zu lassen. Und dass ich auch 2012 noch ab und zu etwas völlig Neues gewagt habe. Das soll auch 2013 so bleiben! Ich freu’ mich auf den weiteren Weg…
Und was die Liebe 2012 angeht? Nun, dazu schweige ich mich an dieser Stelle aus. Ihr müsst ja nicht alles wissen!
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